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Zinkmangelrisiko-Test

Der effektive und kostenlose Test zur Ermittlung des individuellen Zinkmangel-Risikos

von Dr. med. Monika Schwarz und Werner Winkler

Kurzinformationen zum Thema Zink

Zink gehört mit Eisen zu den wichtigsten Spurenelementen, so wie Calcium und Magnesium zu den wichtigsten Mengenelementen für den Organismus zählen. Normalerweise geschieht die Zinkversorgung über die tägliche Nahrung. Auch für Deutschland ist aber nach Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einer teilweisen Unterversorgung auszugehen. Gründe hierfür könnten der Trend zu rindfleischarmer Ernährungsweise und die intensive landwirtschaftliche Bodennutzung sein. Aber auch individuelle Faktoren wie starker Stress können zur Unterversorgung mit Zink beitragen.
Der Zinkbedarf Erwachsener beträgt zwischen 8 und 15 mg (je nach Quelle). In jeder Zelle ist Zink vorhanden, im gesamten Körper jedoch nur 2000-3000mg (die Masse eines kleinen Geldstücks). Auch leichte Mangelzustände können daher bereits ernste Folgen für das körperliche und psychische Wohlbefinden haben. Reiche natürliche Zinkquellen sind beispielsweise Austern, Rinderfilet oder Leber. Vegetarier, besonders solche, die erst als Erwachsene ihren Fleischverzehr einstellen, sind besonders anfällig für einen Zinkmangel.
Um eventuelle Risiken frühzeitig zu erkennen, empfehlen wir, einmal pro Jahr den im Folgenden beschreibenen Zinkmangelrisiko-Test und im Bedarfsfall eine Zinkkur durchzuführen. Dieser Test und die Zinkkur ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Bitten Sie in Zweifelsfällen Ihren Arzt, Therapeuten oder Apotheker um zusätzliche Informationen.

Wie funktioniert der Zinkmangelrisiko-Test?

Schwerer Zinkmangel kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden. Da sich aber nur ca. 0,2% des Körperzinks im Blutserum befinden und der Organismus versucht, diesen Wert konstant zu halten, sind leichte Mangelsituationen dort kaum festzustellen. Typische Beschwerden und Risikofaktoren dagegen sind ohne großen Aufwand erkennbar.
Um ihr individuelles Zinkmangelrisiko zu testen, notieren Sie bitte auf den nächsten Seiten in die leeren Klammern die für Sie zutreffende Punktezahl - maximal die hinter der Klammer stehende Zahl. Ist ein Risiko nur gering (z.B. bei gelegentlicher fleischarmer Ernährung), können Sie auch weniger als die Maximalpunktezahl eintragen. Wenn Sie den Test mehrfach benutzen möchen, notieren Sie die Punkte einfach auf einem Extrablatt.

Zinkmangelrisiko-Test: Teil A
Risikofaktoren, die für einen Zinkmangel anfällig machen können:

( ) 5 fleischarme Ernährung (vor allem Rind, Leber)
( ) 5 Schwangerschaft/en, Stillzeit
( ) 5 Krebserkrankungen, Tumorerkrankungen
( ) 5 starker Alkoholkonsum
( ) 5 Drogenkonsum (z. B. Kokain, Haschisch)
( ) 5 Narkose/n in jüngster Zeit
( ) 5 Essstörungen, Bulimie, Anorexie
( ) 5 Chemo- oder Strahlentherapie
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( ) 4 anhaltender Stress - auch psychischer
( ) 4 künstliche Ernährung mit zu wenig Zink
( ) 4 häufige Fastenkuren oder Diäten
( ) 4 Unterernährung, Mangelernährung
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( ) 3 Cortison- oder Penicillamin-Einnahme
( ) 3 schweißtreibender Sport, Berufssportler
( ) 3 regelmäßige Saunagänge
( ) 3 Trauerfall im persönlichen Umfeld
( ) 3 Männer: starke sexuelle Aktivität
( ) 3 Frauen: hormonelle Antikonzeptiva (Pille)
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( ) 2 Monitor- oder Bildschirmarbeitsplatz
( ) 2 Computer als Freizeitbeschäftigung
( ) 2 regelmäßige/r Raucher/in
( ) 2 starke Gewichtsabnahme in jüngster Zeit
( ) 2 häufige Verwendung von Abführmitteln
( ) 2 hohe Calciumaufnahme (z. B. Milch)
( ) 2 körperliche Schwerstarbeit
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( ) 1 hohe Magnesiumaufnahme (z. B. Bananen)
( ) 1 hohe Kupfer- oder Eisenaufnahme
( ) 1 hohe Phytataufnahme (z. B. Bohnen, Getreide)

Zinkmangelrisiko-Test: Teil B
Mögliche Zinkmangel-Folgebeschwerden
oder Zinkmangel-Begleitbeschwerden

( ) 5 schwaches Immunsystem
( ) 5 Depressionen, Angstzustände, Phobien
( ) 5 "Wochenbettdepressionen"
( ) 5 Suizidgedanken oder Suizidversuche
( ) 5 Aggressivität, Gereiztheit
( ) 5 starker Haarausfall
( ) 5 Schizophrenie, Persönlichkeitsveränderungen
( ) 5 anhaltende Hautprobleme
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( ) 4 Geruchs- oder Geschmacksstörungen
( ) 4 schlecht heilende Wunden oder Narben
( ) 4 häufige Erkältungen/Grippeanfälligkeit
( ) 4 Nagelveränderungen
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( ) 3 Allergien, Heuschnupfen
( ) 3 Heißhunger - z. B. auf Fleisch, Schokolade,
... Nüsse, Marzipan, Kakao, Cashewkerne
( ) 3 Hörsturz, Tinnitus, Gehörprobleme
( ) 3 Männer: Impotenz, sexuelle Lustlosigkeit
( ) 3 Frauen: prämenstruelles Syndrom
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( ) 2 Übergewicht, Fressanfälle
( ) 2 Nachtblindheit, Sehstörungen
( ) 2 andauernde Schlafprobleme
( ) 2 Aufwachprobleme
( ) 2 Konzentrationsschwäche, Leseunlust
( ) 2 Gedankenstörungen
( ) 2 fehlende Traumerinnerung
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( ) 1 wechselnde oder schlechte Handschrift
( ) 1 schlechtes Namensgedächtnis
( ) 1 Fieberbläschen, Herpes labialis (Lippenherpes)

 

Auswertung des Zinkmangelrisiko-Tests:

Punktezahl Teil A (Risikofaktoren): ................ (tragen Sie hier die erreichten Punktezahlen ein)
Punktezahl Teil B (Beschwerden): ..................
Gesamtpunktezahl: .......................................

Ergebnis bis 10 Punkte:
Eine Unterversorgung mit Zink ist eher unwahrscheinlich. Die probeweise Durchführung einer Zinkkur bei Beschwerden aus Teil B kann aber versucht werden.

Ergebnis 11 - 20 Punkte:
Eine leichte Unterversorgung mit Zink ist wahrscheinlich. Eine Zinkkur mit gezielter Beobachtung der Beschwerde-Veränderung sollte versucht werden. Risikofaktoren nach Möglichkeit minimieren.

Ergebnis über 20 Punkte:
Eine Unterversorgung mit Zink ist sehr wahrscheinlich. Zur Sicherheit sollte auf jeden Fall eine Zinkkur durchgeführt werden. Wir empfehlen ein Gespräch mit Ihrem Arzt und die Minimierung der jeweiligen Risikofaktoren. Eine Unterversorgung weiterer Personen in der Familie oder im persönlichen Umfeld (ähnliche Ernährung, ähnliche Risikofaktoren) ist wahrscheinlich und sollte getestet werden.

Anleitung für die Durchführung einer Zinkkur:

Bei einer täglichen Zufuhr von 12-25mg Zink zusätzlich zur normalen Nahrung geben Sie Ihrem Körper Gelegenheit, verbrauchte Bestände wieder aufzufüllen. Dies ist nach unserer Beobachtung innerhalb 60-100 Tagen ausreichend geschehen, falls keine Aufnahmestörungen vorliegen.
Es empfiehlt sich, mit niedrigeren Mengen (ca. 6-12mg täglich) zu beginnen und erst nach einigen Tagen auf maximal 25-50mg zu erhöhen. Bei bestehenden Nierenerkrankungen sollte Zink nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Beachten Sie auf jeden Fall die Angaben auf dem Beipackzettel, besonders den geforderten Einnahmezeitpunkt! Manche Präparate sind z.B. wirkungslos, wenn sie mit der Mahlzeit eingenommen werden.

Gestört wird die Zink-Aufnahme durch gleichzeitige Zufuhr von Calcium, Kupfer, Eisen oder Magnesium - solche Kombinationspräparate sind daher für eine geziele Zinkzufuhr ungeeignet. Dagegen fördern die Vitamine C und B6 die Zinkaufnahme. Wenn Sie ein bestimmtes Präparat schlecht vertragen (Magenschmerzen, Kopfweh), versuchen Sie ein anderes oder verringern Sie die Dosierung. Aus dem Angebot der Apotheken sind z. B. folgende Präparate für eine Zinkkur geeignet: BetaZink, Biolectra Zink, Zink Sandoz, Unizink50, Zinkamin-Falk, Zinkorotat POS u.a. Die Kosten für eine Zinkkur betragen pro Woche ca. 1,50-3 Euro (je nach Präparat).

Fragen und Antworten zum Thema Zink

Kann ich mich durch Zink vergiften?
Bei manchen medizinischen Behandlungen wird bis zu 200mg Zink täglich verabreicht. Berichte von schweren Nebenwirkungen beginnen zwischen 275 und 550mg Zinkaufnahme täglich.

Welche Mangelrisiken außer Zink bestehen noch bei fleischarmer Ernährung?
Neben Zinkmangel drohen bei längerer fleischarmer Ernährung z. B. Eisenmangel und eine Unterversorgung mit den Vitaminen B6 und B12.

Kann ich Kindern Zinkpräparate geben?
Muttermilch enthält 3-5mg Zink je Liter. Gerade wenn Kinder wenig Fleisch essen, kann zusätzliche Zinkgabe - am besten mit Brausetabletten - nützlich sein. Die Empfehlungen liegen je nach Alter und Bedarf zwischen 3 und 12mg Zink pro Tag.

Kann man von Zink abhängig werden?
Zink ist ein natürliches Element und in fast allen Lebensmitteln enthalten. Der menschliche Organismus ist auf Zink angewiesen. Wir sind also von Anfang an von Zink "abhängig". Wie bei allen Mineralstoffen und Vitaminen sollte sich jedoch die Einnahme im Rahmen der Empfehlungen bewegen, besonders bei anhaltender Zufuhr. Eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte durch den Arzt ist dann zu empfehlen.

Lässt sich Zinkmangel im Blut nachweisen?
Im Serum befinden sich weniger als 1% des Körperzinks. Der Organismus versucht diese Menge auch bei Unterversorgung aufrecht zu erhalten und greift dafür auf andere Bestände zurück (Haut, Muskeln). Auch Haaranalysen haben sich als nicht ideal erwiesen. Am einfachsten ist der hier vorgestellte Test.

Copyright by Werner WInkler und Monika Schwarz 2/2000
www.zinkmangelrisiko-test.de www.zinc-deficiency-risk-test.de
E-Mail: wewinkler@t-online.de Tel. 0049-(0)711 5 28 28 82

Informationen zu weiteren Mineralstoffen und Vitaminen finden Sie unter www.winkler-verlag.de/wv-mivi.htm